Projekte

Der Friedensort führt verschiedene Projekte mit unterschiedlichen Kooperationspartner*innen durch. Dabei wird das Thema des Friedensorts durch praktische Arbeiten ergänzt. Die Projekte laufen sowohl mit Partner*innen aus der Region Celle, als auch mit internationalen Partner*innen. 

Weg der Erinnerung

Gemeinsam mit der St. Lamberti Kirchengemeinde in Bergen und der AG Bergen-Belsen wird jährlich Ende Mai mit den Konfirmand*innen der St. Lamberti Kirchengemeinde der Weg der Häftlinge von der Rampe bis zum ehemaligen Lagereingang vom KZ Bergen Belsen gestaltet. In den vergangenen Jahren sind Infotafeln am Wegesrand und eine Website entstanden. Die jetzigen Projekte sind vor allem dazu da, den Weg kreativ zu bespielen und eine Linie, die den Weg markiert instand zu halten. 

Orte der Erinnerung

Seit 2024 wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen e.V., der Gedenkstätte Bergen-Belsen und dem Hölty-Gymnasium Hambühren der Ort Hambühren während der Zeit des Nationalsozialismus durch die Schüler*innen erschlossen. In einem ersten Projekt haben die Schüler*innen eine eigene Informations- und Gedenktafel für das ehemalige Außenlager 3, genannt „Waldeslust“ des KZ Bergen-Belsen in Ovelgönne erstellt. Während des Projekts wurde ebenfalls eine Website von den Schüler*innen gestaltet: https://lager3-hambuehren.de/. Die Informationstafel ist zu sehen im Wiesenweg in Ovelgönne, an der ehemaligen Außengrenze des Lagers. 

Im Jahr 2026 liegt der Fokus des Projekts auf dem Thema Justiz im Nationalsozialismus und der sogenannten „Zuchthausbaracke“ in Ovelgönne. 

Spring School: Education and Remembrance

Die Spring School: Education and Remembrance ist ein Internationales Jugendprojekt. Es wurde in den 90er Jahren von der AG Bergen-Belsen und dem CVJM für die Gedenkstätte Bergen-Belsen ins Leben gerufen. Angefangen hat das Projekt mit Ausgrabungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, um die wenigen Überreste freizulegen. Ein Konzept, welches bis heute an vielen Gedenkstätten von internationalen Gruppen umgesetzt wird. Im Laufe der Jahre hat sich das Projekt vom praktischen Ausgrabungsprojekt zu einer Jugendbegegnung entwickelt. 

Heute ist das Projekt mit 40 Teilnehmenden aus acht verschiedenen Ländern eines der größten Internationalen Jugendbegegnungen an deutschen Gedenkstätten. Über knapp zwei Wochen treffen sich junge Menschen, um sich mit dem Thema Verfolgung im Nationalsozialismus am Beispiel der Gedenkstätte Bergen-Belsen zu beschäftigen, sowie sich mit heutigen gesellschaftlichen Problemen, Kontinuitäten und Unterschieden von Gewalt und Verfolgung auseinanderzusetzen. Umgesetzt wird dies in Workshops, Exkursionen und Planspielen. Außerdem gibt es jedes Jahr ein Zeitzeug*inneninterview, dass von den Teilnehmenden selbst geplant wird. 

Ziel des Projekts ist es, dass keine Teilnehmende Person etwas für die Teilnahme bezahlen muss, um die Teilnahme vor allem auch jungen Menschen zu ermöglichen, die normalerweise nicht an internationalen Bildungsprogrammen teilnehmen können. Positive Bildungserfahrungen und das Erleben einer vielfältigen internationalen Gemeinschaft sollten nicht von finanziellen Mitteln der Teilnehmenden abhängig sein. 

Ansprechpartner

Tim-Jonas Beisel